Aachen, 28.10.2020

 

 

Liebe Eltern,

 

in den letzten Tagen haben wir uns in allen Gremien (Klassenpflegschaften, Schulpflegschaft, Lehrerkonferenz) und darüber hinaus sicherlich auch in vielen privaten Gesprächen intensiv mit den Argumenten pro und contra Mund-Nasen-Schutz am Sitzplatz im Unterricht der Grundschule beschäftigt.

Auf der gestrigen Schulkonferenz wurde von den Eltern- und Lehrer- VertreterInnen diese Argumente intensiv – und wie ich meine in einer konstruktiven Diskussion - ausgetauscht und beraten. Beim Abwägen dieser Argumente wurde deutlich, dass es gute und wichtige Argumente für beide Positionen – also pro MNS und contra MNS auch am Sitzplatz - gab. Dies war allen TeilnehmerInnen der Schulkonferenz und auch mir sehr bewusst.

Schlussendlich führte die Abstimmung zu einer Patt-Situation der Stimmen, so dass mir als Schulleiterin satzungsgemäß die Aufgabe zufiel, durch mein Votum die Entscheidung herbei zu führen. Auch nach dem Hören aller Argumente überwogen für mich diejenigen, die uns bei dem derzeit sehr hohen 7-Tage-Inzidenzwert von nunmehr um die 200 pro 100.000 die größere Sicherheit bietet. Ziel ist es, das Präsenzlernen möglichst lange für möglichst alle Klassen, einzelne Kinder und Lehrkräfte beizubehalten.

 

Ergänzend zu den ab dem 26.10.2020 geltenden VORSCHRIFTEN des Ministeriums für Schule und Bildung geben wir als Schulkonferenz der GGS Brühlstraße folgende EMPFEHLUNG:

  • Wir empfehlen das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes für unsere Schule nicht nur auf dem Schulgelände und im Schulgebäude, sondern auch im Unterricht am Sitzplatz.
  • Auch die Lehrkräfte tragen durchgehend während des Unterrichts einen Mund-Nasenschutz.
  • Die Empfehlung beinhaltet ausdrücklich, dass die Lehrkräfte
    • den Kindern während des Unterrichtsalltags, also außerhalb der Pausen, maskenfreie Einheiten auf dem Hof zum Erholen ermöglichen.
    • entscheiden können, ob eine Unterrichtssequenz im (Fremd-) Sprachunterricht es bedarf, dass einzelne Kinder oder die Lehrkraft die Maske abzieht, um z.B. eine bestimmte Artikulation beispielhaft zeigen zu können.
    • die LehrerInnen beobachten selbstverständlich ihre Schülerschaft und gehen mit eventueller „Maskenangst“ oder Stressmomenten wegen des Maskentragens pädagogisch sinnvoll und angemessen um (s.o.: z.B. zusätzliche kleine maskenfreie Pauseneinheit nur mit einer Klasse auf dem Hof)
  • Die Lehrerinnen und Lehrer regen den Maskenwechsel individuell bei einzelnen Kindern an, wenn die Maske früh durchnässt ist. Sie regen den Maskenwechsel vor dem Übergang in die OGS-Zeit bei allen Kindern an.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Hildegard Bodewig

Schulleiterin